ludus luminosus

Solid-State-Kopfhörerverstärker AUDICULA-HL


© Reinhard Brunsch

Halbleiter KHVerstärkermodul
- AUDICULA-HL mit AKG K701 -

Halbleiter KHVerstärkermodul

- Der K701 wurde aus funktionellen (!!) Gründen auf 4-Pol Mini-XLR-Steckkontakt umgerüstet - damit lässt sich auf einfachste Weise der typische Voodoo-Charakter von 'Kabelklang' und symmetrischem Kopfhörerantrieb demonstrieren - im Bereich der Audiofrequenzen sind die mit Verbindungskabeln häufig behaupteten physikalischen Zusammenhänge völlig irrelevant (siehe u.a. 'Skin-Effekt'...) - zur angeblichen "Beweisführung" helfen da auch keine seitenlangen Berechnungen...

   ...er ließ die andern reden und glaubte nicht... (Rainer Maria Rilke, 1907...)

"Spiel mir das Lied vom Ton", den Artikel aus der ZEIT, gibt es hier...

Für mich war schon immer das hörende Erleben einer geistreich komponierten und interessant interpretierten Musik allemal wesentlich spannender als der aus meiner Sicht äußerst zeitraubende und dazu auch noch langatmige Vergleich von HiFi-Gerätschaften mitsamt den dazugehörigen Elektronik-Komponenten, d.h. ich gehöre in keiner Weise zur Spezies der sich selbst so bezeichnenden 'audiophilen' Zeitgenossen, bei denen eine eigentliche Hauptsache zur Nebensache verkümmert und eine eigentliche Nebensache zur alles dominierenden Hauptsache mutiert...
In HiFi-HiEnd-UltraFi - Kreisen () verwendet man gerne sog. Komposita wie etwa die gleichermaßen modisch wie blödsinnig daherkommende Kombination aus 'Schwachsinn' und 'Unfug' = Schwachfug oder das geradezu inflationistisch verwendete latein-griechische Kompositum 'audiophil' - frei übersetzt würde es in etwa 'dem Hören zugeneigt' bedeuten, im Gegensatz zu 'audiophob'... - bringt es auf den Punkt: 'Audio' in Form von technischen 'Audio-Gerätschaften' oder auch 'Gizmos', die ja lediglich eine untergeordnete Vermittlerrolle spielen, steht hier nach meinen Erfahrungen vorwiegend im Mittelpunkt des Interesses, verselbstständigt sich und entwickelt sich zu einem hermetisch abgeriegelten, hochtechnisierten Audio-Ghetto. Ganz selten ist es der von HiFi-Geräten vermittelte Kern, die Musik bzw. das qualifizierte und konzentrierte Rezipieren derselben zusammen mit einer Beschäftigung mit ihren vielfältigen angrenzenden Randgebieten - passionierte echte und kenntnisreiche (!) 'Musicaphilie' - unabdingbar für eine seriöse Bewertung von HiFi-Equipment - ist in der 'audiophilen Szene' wohl eher die Ausnahme denn die Regel, da hört oder liest man von MegaUltraHiEndFreaks oder auch bei Herstellernamen allzu oft einen geradezu haarsträubenden Unsinn: die korrekte Rechtschreibung gängiger elementarer musikalischer Fachbegriffe wie etwa "Rhythmus" oder "a cappella" aus Unkenntnis läuft völlig aus dem Ruder, aus einem Ausschnitt aus Carl Orffs unterirdisch-mediokrer Carmina Burana wird völlig ahnungslos W.A.Mozarts erschütterndes Requiem, aus dem Dirigenten Christian Thielemann wird ein Christian Tiedemann kreiert, ein Musikwissenschaftler, Gambist und Spezialist für Alte Musik wie Jordi Savall wird erstmal zum "Geigenvirtuosen" ernannt, etwas später wird derselbe "Geigenvirtuose" kurzerhand zum "weltberühmten spanischen Violavirtuosen" erklärt...chapeau - die Streichinstrumentenfamilie ist eben doch wesentlich umfangreicher, als gedacht...

Der (!) typische 'Audiophile', dessen Selbstbild sehr gerne und sehr häufig als "Genussmaximierer" beschrieben wird, - aufgrund ihrer genderspezifischen Rolle sind Frauen eher Musikenthusiasten als HiFi-Enthusiasten - ist wie im Parallelgenre Fotografie eigentlich vorwiegend ein 'Technicaphiler', also ein eher technikaffiner "sound-clown", typischerweise mit vermehrten Affinitäten zur Motorrad- und Automobilszene. Mitunter mutiert er sogar zum Sammler (!) derartiger HiFi-Gerätschaften: Audiophilie und Musicaphilie gehen nach meinen Erfahrungen eher selten zusammen, ich kenne keinen einzigen Berufsmusiker, der sich mit HiFi-Themen ernsthaft auseinandersetzt...

Der technikaffine HiFi-Enthusiast wird primär von der technischen oder auch ästhetischen Faszination (Design...) der Geräte angezogen, lauscht endlosen Testsequenzen nach dem Motto "da war doch was..." und verbringt seine Zeit lieber mit der Suche nach dem aktuellsten und vermeintlich 'besseren' Equipment, dem regelmäßigen Besuch von HiFi-Messen, dem permanenten Austesten, Sammeln und 'Upgraden' eines ganzen Arsenals verschiedenster Audiogerätschaften sowie der regelmäßigen Lektüre von Rezensionen bzw. Vergleichstests in den einschlägigen Fachpublikationen und diskutiert fortwährend mit gleichgesinnten Zeitgenossen über technische HiFi-Detailaspekte, heutzutage wohl hauptsächlich in den einschlägigen Internetforen, anstatt systematisch eine subtil-differenzierende Hörqualifikation zu schulen bzw. einfach Musik seiner Wahl zu hören, was mindestens ebenso zeitaufwändig ist - vergleichbar mit einem enthusiastischen Fotofan, der an Stelle des fotografischen Bildermachens das permanente Testen seines Equipments vorzieht: zum Vergleich der technischen Leistungen seiner Objektivsammlung wie z.B. Verzeichnung, Auflösung und Schärfeleistung fotografiert er vorwiegend, ausdauernd und immer wieder von neuem Ziegelwände mit ihrem filigranen Grafikraster und bezieht sein Vergüngen in erster Linie aus derartigen Aktivitäten, wobei diese Feststellung keineswegs einen wertenden Unterton enthält...

Aber zum eigentlichen Thema: da ich vorwiegend mit realer Musik - produziert mit mechanisch-akustischer Tonerzeugung in realen Räumen - zu tun habe vertraue ich in Sachen Audio-Elektronik und Kopfhörerwiedergabe ausschließlich meiner eigenen langjährig (das sind mittlerweile einige Jahrzehnte...) gewachsenen, wohlfundierten Hörerfahrung und meinen eigenen Ohren, die wie ein akustisches Fingerabdruckprofil meine individuelle Hörwahrnehmung prägen: wenn irgend ein vermeintlicher 'Hörexperte' ein x-beliebiges HiFi-Gerät der vielzitierten 'hall of fame' zuordnet oder sogar als ultimative 'Endstation' bezeichnet, dann hat das entweder mit seiner individuellen, höchst subjektiven Wahrnehmung oder mit davon unabhängigen Marketing-Absichten zu tun, wobei ich (oder auch ein anderer...) mit beidem eventuell rein garnichts anzufangen weiß - genausogut kann mir auch niemand eindeutig sagen, wie ich z.B. zu fotografieren habe, es handelt sich bei diesen Tätigkeiten um sehr persönliche Dinge, wobei jeder seinen eigenen Weg suchen und eventuell auch finden muss...

Neugier ist bekanntlich die "Fresslust der Sinne", diesem Umstand hat in erster Linie der AUDICULA-HL seine Entstehung zu verdanken, nachrangig für die Tatsache seiner Existenz war der Wunsch nach einer fundierten Meinungsbildung, das Interesse an möglichst aufschlussreichen Hörvergleichen ('learning by hearing'...) zum Thema OTL-Röhre/Halbleiter, diskreter OPV/integrierter OPV, Bipolartransistor/Unipolartransistor und OPV-Rolling und die durchaus vorhandene Einsicht, daß nicht für alle, aber einige Musikgattungen und so manches Kopfhörermodell ein Halbleiter bzw. ein Hybridkonzept des Verstärkers schlichtweg die bessere, weil technisch angemessenere Lösung ist: im Gegensatz zu den mit höheren Spannungen und geringen (Anoden)-Strömen betriebenen hochohmigen Elektronenröhren sind Transistoren niederohmige aktive Bauelemente, kommen mit relativ niedrigen Betriebsspannungen aus, liefern höhere Ströme und eignen sich daher sehr gut für niederohmige Treiberimpedanzen.

Entstanden ist dabei ein formal wohlproportioniertes, exquisites Solid-State-Gerät aus der enigma-line / Audicula-Kopfhörerverstärkerreihe, das ebenfalls dem üblichen 'Technik-Design' abgeschworen hat: in einem typischen Holz / Alu-Gehäuse mit ausgesprochen edler Anmutung und mit einem kaum verbesserungsfähigen KHV Standard-Schaltungsdesign ist der Verstärker sehr ehrlich und geradlinig konzipiert, durchgängig DC-gekoppelt und unempfindlich für die bei seinen OTL-Röhrenkollegen technisch bedingten leidigen Impedanzprobleme, selbstverständlich ohne irgendwelchen Firlefanz und HiEnd-Okkultismus und ohne den bei kommerziellen Geräten gerne eingesetzten 'feature-overkill', womit der technisch überflüssige, ziemlich sinnlose Marketing-Audio-SchnickSchnack gemeint ist.

Versorgt wird der Verstärker von einer großzügig dimensionierten Dual-Rail PSU, die mit einer blitzsauberen, elektronisch stabilisierten Betriebsspannung von ±18Volt, niedrigstem Innenwiderstand und geringster Restwelligkeit den optimalen Antrieb von Kopfhörern aller Impedanzklassen ohne den üblichen Ausgangskondensator gewährleistet. Da jeder Audio-Verstärker keine andere Aufgabe hat, als seine Versorgungsspannung im Rhythmus der anliegenden Nutzsignalspannung zu modulieren, ist ein solides, belastbares und sauberes Netzteilkonzept die Basis des erreichbaren Klangpotentials - bei einem seriös konstruierten Halbleiter-KHV ist das Netzteil zusammen mit Mechanikteilen und Gehäuse der eigentliche Bauteile-Kostenfaktor des Geräts, die Elektronikteile des Verstärkers sind hingegen vergleichsweise preisgünstig. Genau an dieser Stelle verläuft üblicherweise die Trennlinie zwischen den sehr guten und den weniger guten bis unbrauchbaren kommerziellen Vertretern dieses Verstärkertyps, wobei die letztgenannten oftmals mit simplen Netzteil-Notlösungen auskommen müssen, die nicht in der Lage sind, das durchaus vorhandene klangliche Potential der eingesetzten Verstärkerelektronik auszureizen ...

Um denjenigen den Wind aus den Segeln zu nehmen die behaupten, die perfekte Gleichspannungsversorgung des Kopfhörerverstärkers mit Akkuzellen fördert das allerletzte Qentchen an Klangqualität zutage, wurde die Stromversorgung eines Verstärkermoduls zwei symmetrisch verkabelten 18-Volt NiCd-Akkuteilen von zwei Bohrschraubern übertragen und ein ausgiebiger AB-Hörvergleich mit einem zweiten, völlig identischen netzbetriebenen Verstärker durchexerziert. Abgesehen davon, daß es sicher eine ganze Menge Voodoo-Freaks gibt, die im Brustton der Überzeugung dem NiCD-Akku 'klanglich' an dieser Stelle den Li-Akku, die Alkaline- oder die altehrwürdige Zink-Kohle-Batterie vorziehen , war das Resultat vorherzusehen und ist auch schnell formuliert: 100% identisches Klanggeschehen bei beiden Kandidaten, eventuell hörbare Unterschiede lassen allenfalls Rückschlüsse auf ein unangemessen und unzureichend konzipiertes Netzteil zu - alles andere ist Hörillusion, Werbung für RedWineAudio ®, KingRex ® oder den "ulkigen" batteriebetriebenen Grado ® RA-1, inflationäre Wichtigtuerei oder auch komplette Ignoranz der zugrunde liegenden physikalischen Zusammenhänge, die sich weder schönreden noch wegdiskutieren lassen...

Alle Bedienelemente des Verstärkers sowie Einschalt-Kontroll-LED und Klinkenbuchse für den Kopfhörer befinden sich auf der Frontseite, die beiden attraktiven Edelstahltaster sind für die relaisgesteuerte Ein/Aus Funktion des Geräts zuständig.

Herzstück des AUDICULA-HL sind die diskret aufgebauten OP-Verstärker von BursonAudio ® (im Burson HA-160 eingesetzt) aus dem australischen Melbourne - es gibt derartige OPs auch vom kanadischen Hersteller Bryston ®, die in seinem BH-1 KHV verbaut sind - bzw. die integrierten bipolaren OP-Verstärker NE5534AN von ON-Semiconductor ® (ein Chip-Design von PHILIPS ® aus den späten siebziger Jahren, das Maßstäbe setzte...) und der von vielen als 'Tuning-Option' gepriesene LME49710HA von National Semiconductor ®, beide speziell für Audio-Elektronik entwickelt. Operationsverstärker sind Bauelemente, die innerhalb ihres spezifizierten Aussteuerbereichs außerordentliche Linearität aufweisen und somit extrem günstige Klirrfaktorwerte erreichen.
Zur Entlastung der beiden getrennten Operationsverstärker sind deren Ausgänge jeweils mit einer im Class-A Betrieb arbeitenden, diskret aufgebauten OCL-Transistor Endstufe gepuffert, wobei sowohl bipolare als auch unipolare Komplementärtransistorpaare ausprobiert wurden. Nach umfangreichen Hörtests und aus anderen gewichtigen Gründen wurde den bipolaren Audio-Transistoren in dieser Schaltungsumgebung eindeutig der Vorrang eingeräumt, die symmetrische Komplementär-Endstufe mit Leistungs-NF-Transistoren liefert weitaus höhere Ströme als die üblicherweise verwendeten TI/BB Current-Booster-ICs BUF634, die bei 200mA am Ende ihrer Kräfte sind - keiner der aktuell erhältlichen Kopfhörer wird damit 'ins Schwitzen' kommen, die Endstufe ist in der Lage, jeden noch so stromhungrigen dynamischen Kopfhörer bis weit jenseits seiner Klirrgrenzen zu versorgen - ein nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber OTL-Röhrenverstärkern, besonders geeignet für den 'Hochpegelhörer nahe der Schmerzgrenze', den angemessen dimensionierte Halbleiter-KHV prinzipiell mitbringen...
Solid-State KHVerstärker von unten
Elektronik des AUDICULA-HL, Version mit integrierten OPVs: Beschränkung auf das Notwendige, im Gegensatz zur Röhrenschaltung fällt der Aufwand bei Stromversorgung und Schaltungsperipherie geringer aus...

Die 'gewichtigen' Gründe für die Entscheidung sind schnell aufgezählt: im Gegensatz zu den perfekt symmetrisch erhältlichen Komplementärpaaren bipolarer Transistoren sind unipolare Transistoren lediglich als nur annähernd komplementäre Exemplare mit einer unvorteilhaften Datenstreuung verfügbar - eine optimale Symmetrie erreicht man nur mit einer Quasikomplementär-Endstufe.
Die üblichen vertical-channel HEXFET®-LeistungsMOSFETs sind prinzipiell nicht für lineare Anwendungen konstruiert - mit einer angemessenen Schaltungsumgebung lässt sich zwar darauf reagieren, für einen Class-A Linearbetrieb sind dazu aber relativ hohe Ruheströme notwendig (bei ±18Volt PSU-Spannung ca. 140mA !), was enorm hohe Verlustwärme der Transistoren, überdimensionierte Kühlkörper zur Wärmeableitung und damit aufgrund des integrierten Netzteils ein für einen reinen Halbleiter-KHV wie den AUDICULA-HL völlig unpassendes, riesiges Verstärkergehäuse notwendig macht - ein aus meiner Sicht technischer und formaler 'Overkill' für einen kleindimensionierten KHV, der keine protzige Ausgangsleistung, sondern pure Qualität abzuliefern hat...

Ein vielfach behaupteter klanglicher Vorteil oder ein röhrenähnlicher 'sound' der Feldeffekt-Transistoren ist für mich nicht nachvollziehbar.

Die gesamte Verstärkerelektronik ist mit qualitativ hochwertigen Bauteilen aufgebaut, alle relevanten Steckverbinder sind selbstverständlich vom Spezialisten Neutrik ® und kein China-Import...

Mit der gebotenen Fairness, dem angemessenen Understatement und etwas salopp formuliert: der Verstärker ist klanglich 'nicht von schlechten Eltern', er kann mit dem technisch ähnlich konzipierten (integrierte OPVs mit nachgeschalteter diskret aufgebauter Bufferelektronik), aber unverschämt überteuerten Beyerdynamic ® A1 souverän mithalten, der oben erwähnte RA1 ist hier schlichtweg nicht der Rede wert...

Seine klangliche Über-Alles-Performance ist in jeder Hinsicht auf einem überraschend hohen Niveau, das Gerät akzeptiert dabei völlig klaglos sämtliche Treiberimpedanzen der eingesetzten Kopfhörer - die Schallwandler bei den Hörproben waren meine beiden Spitzenreiter AKG K701 (62 Ohm) und Beyerdynamic T1 (600 Ohm). Kurzfristig zur Verfügung standen mir noch der Beyerdynamic DT 880 in der 600-Ohm Variante, die Flaggschiffboliden aus der 'EinKiloEuroKlasse' Sennheiser HD800 (300 Ohm), sowie die meiner Ansicht nach völlig unberechtigt hochgelobten und von auffälligen Mythen umrankten isodynamischen Modelle HiFiMan HE-6 (eingespielt, prinzipbedingter extrem schlechter Wirkungsgrad, 50 Ohm) aus China und der Audez'e LCD2 aus USA, bei denen sich auch nach längeren Hörsitzungen ein der Preiskategorie angemessener 'WOW-Effekt' keineswegs einstellte - mit Ausnahme einer durchaus beachtlichen Hochpegelfestigkeit, die mir vor vielen Jahren bereits bei dem von Mario Bellini raffiniert gestylten Planarmodell YAMAHA HP-1 auffiel, beide Kopfhörer sind aus meiner Sicht aufgrund ihrer mangelhaften Neutralität nicht für den Einsatz im Klassikgenre geeignet.

Der HiFiMan hat eine Sonderstellung - er benötigt aufgrund seines Leistungshungers im OTL-Röhrenbetrieb dringend eine Impedanzanpassung in Form eines Ausgangstrafos, mit dem AUDICULA-HL hat er keine Probleme. Trotz des riesigen Hypes in den USA, das die chinesische Firma HiFiMan mit dem Revival des aus den 70iger Jahren bekannten isodynamischen Planar-Membranprinzip losgetreten hat, hat mich der maßlos teure HE-6 und sein Tragekomfort, seine optische, haptische (es stellen sich einige Assoziationen zu meiner ukrainischen Kiev88CM ein...) und klangliche Performance im Vergleich zu den erwähnten Mitstreitern am allerwenigsten beeindruckt, auch mit dem häufig wortreich und inhaltsarm überschwenglich gelobten und gleichermaßen überteuerten US-amerikanischen Audez'e LCD2 kann ich (!) nicht viel anfangen, seine Verarbeitungsqualität hält einen Vergleich mit den Premium-Modellen der europäischen Hersteller keineswegs stand. Auch ohne die übliche "3-Weg-Klassifizierung" (Bass-Mitten-Höhen...) zu bemühen: seine 'sound-signature' erinnert mich teilweise überaus deutlich an die klangliche Abstimmung der seligen US-amerikanischen AR3a Lautsprecherbox von Acoustic Research ®, vor vielen Jahren mit großem Werbeaufwand und unter Zuhilfenahme der damaligen musikalischen Autorität eines Herbert von Karajan auf den Hifi-Markt gebracht...
Ich muss fairerweise dazu sagen, daß mich abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen bisher weder HiFi-Equipment noch fotografische Gerätschaften aus US-amerikanischer Fertigung sonderlich beeindruckt haben, was im übrigen gleichermaßen für die berufliche Arbeit der 'Dirigentenlegende' Karajan gilt...

Statt permanenter Marketingbemühungen sollte eigentlich eine angemessene Modellkonstanz in diesen extremen Preisregionen und bei einem seriösen Hersteller eine Selbstverständlichkeit sein, der Kunde möchte für die geforderte Summe nicht zum Qualitätskontrolleur degradiert werden - in relativ kurzer Zeit existieren mittlerweile mehrere unterschiedlich abgestimmte Varianten dieses Kopfhörers, für eine akustische 'Neujustierung' der Treiber und einigen Modifikationen beim aktuellsten Modell LCD4 verlangt der wenig zimperliche Hersteller mittlerweile fast 5000€, der Hardcore-Highender wird das "gigantische" Preisniveau zur Freude des Herstellers sicher auch akzeptieren - da bleibt einem nur noch das bekannte Kopfschütteln...
Guten Klang erkennt man keineswegs immer am Preisschild, das gilt sowohl für HiFi-Produkte als auch für Musikinstrumente.
Eine einigermaßen seriöse Preisgestaltung sollte nach meiner Auffassung zumindest ansatzweise in etwa die Herstellungskosten für das jeweilige Produkt widerspiegeln, für dieses 'hübsche Sümmchen' gibt es immerhin vier exzellente, sehr überzeugend konstruierte und sehr neutral klingende, impulsfeste, kompakte und bestens verarbeitete aktive Zweiweg-Regiemonitore RL-906 mit jeweils getrennten (!) MOSFET-Endstufen und Aktiv-Frequenzweiche des sächsischen Lautsprecherspezialisten Musikelectronic-Geithain ® - Entwicklungskosten hin oder her: an einem optimal austarierten Kopfhörer mit zwei passiven Kopfhörertreibern, Treibergehäusen, Bügel und Verbindungskabel, völlig egal von welchem Hersteller, ist wahrlich nichts dran, was einen Preis jenseits einer 1000€ Marke auch nur im entferntesten rechtfertigen könnte...

Mein Verständnis für den exorbitanten Preis eines Stax SR009 ® mit Röhrenspeiseteil, in dem sich ebenfalls eine ganze Menge hochwertiger Elektronik verbirgt, hält sich schon sehr in Grenzen, die Preisforderung für einen LCD4 ist aus meiner Sicht nichts anderes als gnadenlose Abzocke nach dem Motto 'mal sehen, was der Markt so hergibt', und zudem ein Beleg für die Wirkungskraft eines geschickt eingesetzten Marketingkonzepts im Bereich HiFi.
Das gilt im übrigen auch für das vollmundig empfohlene, 'geheimnisumwitterte' Ultra-Wire Zuleitungskabel von Jena Labs ®, das zur 'Überlistung' der physikalischen Gesetzmäßigkeiten mit einer kryogenen Behandlung (die gibt es tatsächlich im Bereich der Materialhärtung, hier als imposant-pseudowissenschaftlich verschwurbelte Formulierung für behauptete besonders 'audiophile Eigenschaften' verwendet...) eine veränderte atomare Struktur des Kabelmetalls erhalten soll, aus der sich dann angeblich eine deutliche Steigerung der Übertragungsqualität ergibt - ein echter, kaum zu überbietender HiEnd-Unsinn, der an die ziemlich erfolgreich vermarktete und bereits erwähnte 'physikalische Wasserenthärtung' anknüpft, eine beabsichtigte assoziative Nähe zum bekannten Phänomen der Supraleitung deutet sich hier an.
Da müssen dann wohl auch sämtliche Metallteile im Signalweg wie Cinchbuchsen, Platinen-Leiterbahnen, Lötzinn, bedrahtete Bauelemente, IC-Fassungen, Steckverbinder und, und, und, sich konsequenterweise einer 'kryogenen Behandlung' unterziehen müssen, sonst kann das wohl nix werden , allein der klangvolle Begriff 'kryogen-eutektisches Lötzinn' lässt bereits deutliche Klangverbesserungen erwarten - ein weiteres interessantes Betätigungsfeld für die Marketingabteilungen tut sich da auf...

Leider unterstreicht Audez'e die Exclusivität seines aktuellen Flaggschiffs mit der Verwendung von Zebrano-Edelhölzern für die beiden Treibergehäuse der LCD3-Hörermuscheln - mit seiner attraktiven Musterung ist das wertvolle, feine Tropenholz geradezu prädestiniert für derartige Luxusgegenstände, der westafrikanische Baum ist jedoch ganz massiv in seiner Existenz bedroht und wurde deswegen in die Rote Liste der gefährdeten Arten aufgenommen...
Üblicherweise üppig gesponserte Testberichte mit hocheffektiver Werbewirkung, optimales Marketing sowie die aktuelle Situation auf dem Kopfhörermarkt werden den Markterfolg schon richten, hier schweigt 'des Sängers Höflichkeit'...
Der Audez'e LCD hat zwar einen besseren Wirkungsgrad wie sein Konkurrent HE-6, seine eher grundtönige akustische Abstimmung liegt mir aber genauso wenig, sie kommt z.B. weder mit den köstlich-herben original Barock-Mixturen und diversen Organum-Plenum-Registerkombinationen der großen Arp-Schnitger-Orgel von St.Jacobi/Hamburg zurecht noch mit dem silbrigen Glanz eines französischen Taskin-Cembalos - vielleicht eher etwas für den älteren Hörer mit einem ohnehin naturgemäß reduzierten Hochton-Hörvermögen...
Der überirdisch-betörende Tonfall der Stradivari-Violine im faszinierenden Kammermusikspiel der Schweizer Geigerin Simone Zgraggen ist mir von diversen Live-Auftritten sehr geläufig, ebenso das helle Timbre im äußerst brillianten Klang der Guadagnini-Geige der jungen Koreanerin Clara-Jumi Kang. In Schuberts C-Dur Quintett in einer Einspielung mit der eidgenössischen Musikerin am ersten Pult des Schubertquintetts bleibt beim Abhören mit dem LCD2 von dem unvergleichlichen Glanzlicht des Instruments - besonders im Tuttisatz - nicht viel übrig, etwas ähnliches passiert beim Abhören von Beethovens Violinkonzert mit dem Instrument der Koreanerin - nebenbei bemerkt: David Garrett spielt sowohl auf einer Stradivari als auch auf einer Guadagnini...
In der maßstabsetzenden Aufnahme mit Pierre Boulez und Krystian Zimerman ergeben sich auch im Tieftonbereich drastische Ungereimtheiten: In der orchestralen Introduktion aus dem 'Lento' in Ravels D-Dur Klavierkonzert (für die linke Hand) setzt der Komponist ein Kontrafagott für die solistische Melodielinie ein - das sehr selten verwendete, extrem tief reichende Doppelrohrblattinstrument, auch etwas spöttisch, aber durchaus zutreffend "melancholisches Ofenrohr" genannt, verwandelt sich mit dem Kopfhörer ziemlich eindeutig kurzerhand in eine elegische Bassposaune...Ravel war nicht nur ein äußerst hochrangiger Komponist, sondern auch ein brillianter Instrumentator, was man u.a. auch an seiner farbenreichen Orchesterversion von Modest Mussorgskis Klavierkomposition 'Bilder einer Ausstellung' erleben kann - eine selbstgerechte Änderung seiner orchestralen Farbpalette ist sicher mehr als "völlig daneben"...
Und noch etwas sei hier erwähnt: die hochkomplexe späte Sinfonik Gustav Mahlers - von der zeitgenössischen Rezeption eher wenig beachtet - bereitet mit ihren klanglichen Extravaganzen den Weg für die musikalische Moderne des 20. Jahrhunderts (Mahler über Mahler: 'meine Zeit wird kommen'...). Nimmt man die (für mich!) in jeder Hinsicht umwerfende Gesamteinspielung der Sinfonien mit Sir Simon Rattle und dem BPhO, wird ein weiteres Problem des Kopfhörers evident: mit dem fortwährenden Changieren von orchestralem Spaltklang, orchestralem Mischklang und den variantenreichen Zwischenstufen in Mahlers Musik - einer hörbar deutlich aufgelösten optimalen Trennung und Transparenz kontrapunktierender Stimmen einerseits und einer homogenen Mischung von Teilbereichen der Farbpalette des Orchesters andererseits - gerät der Audez'e im Vergleich mit der Konkurrenz ins Hintertreffen. Das können andere Mitbewerber wesentlich besser - es mag durchaus sein, daß der Audez'e für den ein oder anderen Kopfhörerfan ein eventueller Kandidat für das vielzitierte imaginäre Bild des "Kopfhörer-Olymps" mit seinen 12 (!) Götterwohnungen ist - nach der bekannten griechischen Mythologie wäre da oben in den verbleibenden 11 Wohnstätten immerhin noch genügend Platz für die von mir favorisierten Beyerdynamic T1 und AKG K701/702 sowie (je nach Gusto) eine ganze Reihe anderer Mitstreiter...
Prinzipbedingt ist mit dem isodynamischen Antriebsprinzip ein sehr mäßiger Wirkungsgrad verbunden, der sich nur mit einem starken Magnetfeld und somit kräftigen und schweren Magnetscheiben einigermaßen kontrollieren lässt. Im Ergebnis ergibt sich daraus ein äußerst ungünstiger Tragekomfort, der den Hörer für längere Hörsitzungen für mich ungeeignet macht und nur helmgewöhnten Motorradfreaks zu empfehlen ist. Die ziemlich archaisch-primitiv anmutende Aufhängung der beiden Kopfhörermuscheln des LCD2 erinnert - abgesehen von der Höhenverstellung - sehr stark an den Urahn der HiFi-Kopfhörerszene, den von Firmengründer Eugen Beyer (Beyerdynamic) konstruierten DT48 E (Dynamisches Telefon) aus dem Jahr 1937 und erzeugt aus meiner Sicht keinen dieser saftigen Preisklasse angemessenen Eindruck, aber vielleicht kann ich mich in naher Zukunft mit dem LCD10 anfreunden...

Zwei Anmerkungen noch zum Werbetext des LCD:
1) Aus gutem Grund wird bei Audez'e gerne auf die relativ üppige Membranfläche des circumauralen LCD2/3-Treibers - 6,17 inch² = 15,7cm² pro Treiber (!) - verwiesen. Gelegentlich findet man sogar das Doppelte der genannten Zahl ohne einen Hinweis darauf, daß es sich bei der Zahl um die Summe beider Membranflächen handelt...Über Reflexionen an der Ohrmuschelanatomie soll die große Membranfläche für eine weitgespannte Raumdarstellung verantwortlich sein - der seit vielen Jahren sehr erfolgreich auf dem Markt etablierte, im Vergleich mit dem LCD3 zehnfach (!) günstigere, ebenfalls circumaurale Premiumkopfhörer AKG K-701 braucht sich da mit seiner opulenten 6,25 inch² = 16cm² -Treiberfläche keineswegs verstecken, ein chinesischer LASMEX ® H-75 (50€ ...) bringt es sogar auf fast 20cm²...

2) Bei einem Treiberdefekt - was allem Anschein nach nicht selten vorkommt - werden aufgrund der Abstimmung beide KH-Treiber ausgetauscht. Dies lässt andererseits den Rückschluss auf existierende Toleranzprobleme und damit verbundene größere Serienstreuungen zu...

3) Last but not least: den Hinweis auf die Verwendung des chemischen Elements mit dem geheimnisvollen Namen Neodym (Nd) in den Permanentmagneten der beiden KH-Treiber lassen sich die Werbetexter natürlich nicht entgehen - das Metall Neodym oder auch Neodymium (Ordnungszahl 60) gehört zu den seltenen Erden, mit einer schon seit Ende der 80iger Jahre (Neodym-Magnete sind nichts Neues...) verwendeten NdFeB-Legierung (Neodym-Eisen-Bor) lassen sich extrem starke Dauermagnete herstellen, die noch stärker und wesentlich preisgünstiger sind als die bekannten Samarium-Cobalt-Magnete - was aber überhaupt nichts außergewöhnliches ist, trotz der extrem umwelt- und gesundheitsschädigenden Isolierung des Neodyms (siehe auch hier... hat sich der Neodym-Magnet (N50iger Magnetklasse) wegen seines äußerst günstigen Preises heute bereits im Kopfhörer-Preissegment ab 50€ durchgesetzt, auch ein K701 arbeitet damit...so what ???

Entgegen meiner persönlichen Abneigung: sowohl HiFiMan als auch Audez'e sind sehr erfolgreiche Start-up 'Boutique-Hersteller', denen es mit der 'Soundmixtur' (die allen Ernstes stellenweise mit dem Adjektiv 'neutral' beschrieben wird...) ihrer isodynamischen Folien-Kopfhörer anscheinend gelungen ist, zumindest in den USA die Zustimmung einer breiten Hörerschicht zu finden.
Mainstream-Meinung war und ist nunmal eher selten ein qualifizierter (!) Ratgeber: Die Kultsendung 'WETTEN DASS' ist trotz enormer Zuschauerresonzanz meilenweit von einer guten Fernsehshow entfernt, die sprachliche Qualität der dilettantischen Verse von Heinrich Hoffmanns außerordentlich populärem und beliebten 'STRUWELPETER' lässt ebenfalls sehr zu wünschen übrig und über das journalistische Niveau von BILD, der auflagestärksten Tageszeitung Europas, braucht man eigentlich nicht zu diskutieren...

Für die Besitzer der LCD2/3/4 bleibt am Ende nur zu hoffen, daß die Planar-Kopfhörermembranen der teuren Luxus-Boliden mit ihrem extrem dünnen Folienmaterial und den darauf befestigten Antriebsspulen auch einen längeren Zeitraum überdauern werden - meine Zweifel an einer Langzeitstabilität sind durchaus begründet...

Da ich ein engagierter Kammermusikhörer bin hat für mich der Beyerdynamic T1 (besonders bei Streicherkammermusik) mit seiner klanglichen Finesse, seiner ungewöhnlichen Pegelfestigkeit und seiner neutralen Abstimmung die Nase ganz weit vorn - aber auch der ähnlich abgestimmte, konkurrenzlos preisgünstige AKG K701 hält da nahezu gleichwertig mit, von der vielfach zu hörenden bzw. zu lesenden Behauptung einer völlig anderen Liga des fast fünfmal (!) so teuren Beyerdynamic Flaggschiffs ist da für mich nichts zu hören, um im Bild zu bleiben: der AKG spielt klanglich in allen relevanten Belangen ebenso souverän in der Kopfhörer-Premiumklasse mit wie z.B. ein T1 und selbstverständlich macht er das nuanciert anders. Er ist zudem wesentlich leichter und damit auch komfortabler, was für den passionierten Kopfhörerenthusiasten nicht ganz unwichtig ist. Beide Kopfhörer sind auf klangtechnisch optimale Aufnahmen angewiesen, bei denen sie ihre überragenden Fähigkeiten erst richtig entfalten können.
Wer es nicht glaubt und auch nicht hört dem empfehle ich mit beiden Top-Hörern ein aufmerksames Hörstudium der 2010 erschienenen Aufnahme von Arnold Schönbergs Streichsextett op. 4 "Verklärte Nacht" mit den Glass Chamber Players, insbesondere ab Takt 229 (Sehr breit und langsam) und den Schlussteil ab Takt 370 (Sehr ruhig) - irgendwelche Wünsche bleiben da bei beiden Kopfhörern überhaupt nicht mehr offen, das Einzige, was offen bleibt, ist der Mund...
Auch die äußerst differenzierte akustische Abbildung eines großformatigen Orchesterklangs liegt den beiden Schallwandlern, dazu noch ein weiterer CD-Tipp für genussvolles Hörstudium: Erich Wolfgang Korngolds wundersam-farbsattes Violinkonzert mit dem französischen Geiger Renaud Capuçon und einem glänzend inspirierten Rotterdam PO - da hat die DG-Aufnahme mit der deutschen Vorzeigegeigerin Anne Sophie Mutter zusammen mit ihrem Ex-Ehemann André Previn am Pult in jeder Hinsicht das Nachsehen...

Den vielgelobten HiFiMan HE-6 hatte ich bereits am Hybrid-KHV EF-5 aus gleichem Hause gehört - eine typische Zwitterkonstruktion, die für den optischen 'Showeffekt' mit einer 12AU7/ECC82 Doppeltriode aufgebrezelt wurde und somit auch den Röhrenliebhaber ansprechen soll, in der Halbleitersektion arbeitet ein Doppel-OP275 und zwei Power-OPs LM675, die für die Ausgangsleistung zuständig sind. Als elektronisch nicht ganz unbedarfter Mensch fragt man sich natürlich, was die beiden Triodensysteme der ECC82 in einer derartig konfigurierten Schaltungsumgebung elektronisch eigentlich bewirken sollen, ein OP275 benötigt in dieser Funktion zu seiner Ansteuerung weder eine Spannungsverstärkung des Eingangssignals (Triode in Kathodenbasischaltung ) noch eine Pufferstufe (Triode in Anodenbasisschaltung), auf die beiden Röhrentrioden kann hier schaltungstechnisch komplett verzichtet werden - ein No-Go für den engagierten Tube-Rolling-Fan, wozu die populäre ECC82 geradezu einlädt, die einzige denkbare Funktion der Trioden ist wohl das 'Einschleifen' einer 'Röhrenfarbe' in das von Halbleiterelektronik geprägte Nutzsignal, wobei man sich den Dual-OP275 eigentlich sparen könnte...
Allem Anschein nach hat man dabei die Probleme mit der Erzeugung einer sauberen Anodenspannung für die Versorgung der Doppeltriode unterschätzt, was sich am deutlich wahrnehmbaren Restbrumm des KH-Verstärkers zeigt und wegen des niedrigen Wirkungsgrads des HE-6 schon bemerkenswert ist - ein komplettes Halbleiterkonzept bzw. die simple Überbrückung der Röhrensektion wäre dann doch die bessere Lösung, für eine wirkungsvolle Röhren-Retro-Optik würde die bloße Beheizung der beiden ECC82-Kathoden allemal genügen...
Sehr überraschend war das Ergebnis für mich eigentlich nicht, aufgrund zahlreicher Erfahrungen hält sich mein Respekt vor dem analogen (!) HiFi Know-How aus der chinesischen Volksrepublik (im Gegensatz zu manchen Erzeugnissen aus Taiwan...) in ganz eng gesteckten Grenzen: Wunder gibt es zwar immer wieder, aber nicht im Segment der höchst anspruchsvollen und heiklen elektrodynamischen Wandlertechnologie, egal ob es sich um Mikrofone, Abtastsysteme für Vinylplatten oder Kopfhörer handelt - einen Computer oder ein Audio-Digitalsystem aus einer Handvoll vorhandener ICs und bereits fertigen Modulen des Elektronikmarktes zusammenzustellen ist hingegen eher unproblematisch. Im übrigen hat die Firma Sennheiser ® eine Menge negativer Erfahrungen mit enormen Qualitätsmängeln von chinesischen Bauteilen und Produkten der in die chinesische Volksrepublik ausgelagerten Fertigung...

Ich bin fest davon überzeugt, daß der inzwischen angehäufte riesige audiotechnische Erfahrungs-, Informations- und Entwicklungsvorsprung derartig hochkompetenter Audiospezialisten wie die oben genannten europäischen Herstellerfirmen, die auch im professionellen Studiobereich seit vielen Jahrzehnten international außerordentlich erfolgreich agieren, sich nicht so ohne weiteres quasi im Handstreich einholen lässt - das seit langem bekannte und längst mausetotgesagte, inzwischen nach anscheinend erholsamem Dornröschenschlaf wiederbelebte isodynamische Treiberprinzip (früher verwendet von AudioTechnica, Denon, Peerless, Grundig, Yamaha, Fostex, Sansui, Wharfedale, heute 'Comeback' bei HiFiMan / Audez'e/ Oppo) ist eben genausowenig die vielzitierte akustische 'Wunderwaffe', zu der die Marketingstrategen es mittlerweile hochstilisiert haben, wie der elektrostatische Antrieb, sondern lediglich eine Variante von mehreren Möglichkeiten des Wandlerprinzips, die allesamt ihre Stärken und Schwächen mitbringen und erst mit deren optimaler Abstimmung ihre akustische Höchstform erreichen. Die japanischen Hersteller von Premium-Kopfhörern wie Denon ® und Audio-Technica ® haben sich heute komplett von diesem Wandlerprinzip verabschiedet, Fostex hat aktuell einen T50RP im Programm und stellt aktuell den Prototyp eines weiteren 'Regular Phase' Modells vor, der optisch sehr viel Ähnlichkeit mit einem Audez'e hat...
Die europäischen Premium- und Studio-Kopfhörerspezialisten AKG, Sennheiser, Rudistor und Beyerdynamic hatten nie (!) einen isodynamischen Kopfhörer in ihrem Programm - die verantwortlichen Entwickler dieser renommierten Firmen werden ihre Gründe haben, für einen stundenlangen Monitorbetrieb im Studio sind die schweren Kopfhörermodelle einfach nur denkbar ungeeignet, das hält niemand längere Zeit aus...
Die beiden Audio-Pioniere Eugen Beyer und Fritz Sennheiser haben im Bereich der dynamischen Kopfhörer immerhin herausragendes geleistet: zum einen erschien bereits 1937 der von Eugen Beyer konstruierte DT48, damals noch Dynamisches Telefon (daher DT) genannt, der Urahn aller dynamischer Kopfhörer dieser Welt, mit einigen Veränderungen heute immer noch gebaut und ein großes Vorbild an akustischer Präzision und Neutralität, zum anderen hat die 1945 vom Audio-Pionier Fritz Sennheiser gegründete Firma aus der deutschen Provinz, die mittlerweile wieder Rekordumsätze im Audiomarkt erzielt, schon 1968 den erfolgreichsten dynamischen Kopfhörer der Akustik-Geschichte entwickelt, vom damals erschienenen legendären Klassiker HD414 mit seinen 2000 Ohm Treiberimpedanz (!), der sich mit seiner offenen und federleichten Konstruktion, seinem hohen Tragekomfort, seinem überaus schicken Design und seinen (damals) herausragenden Klangqualitäten wohltuend von den unförmigen und schweren 'Cans' der Konkurrenz abhob, sind über 10 Millionen Exemplare verkauft worden - das Ding war einfach nur gut, für optimal erhaltene Exemplare werden heute noch relativ hohe Preise erzielt.
Nicht nur im ETI-Detmold (das heutige Erich Thienhaus Institut Detmold hieß damals noch Tonmeister-Institut...) gehörte neben dem Beyerdynamic DT48 der HD414 zu den Standard-Werkzeugen, auch in dem legendären, damals (wie heute...) mit technisch hochgerüstetem analogen Equipment ausgestatteten MPS-Tonstudio in Villingen (heute HGBS Musikproduktion) des unvergessenen Soundpioniers und Saba ® Erben Hans Georg Brunner-Schwer, war der Sennheiser unverzichtbar.
Der HD414 schaffte es sogar bis zum 'Star' auf die Vorderseite eines Schallplattencovers des MPS-Albums 'FOUR OF US' mit dem mittlerweile leider fast völlig vergessenen, damals wie heute musikalisch-künstlerisch einfach umwerfenden US-amerikanischen Vokalquartett 'The Singers Unlimited', auf dem die für die Aufnahmequalität wesentlich entscheidenden elektroakustischen Studiowerkzeuge abgebildet waren: die vier HD-414 Monitore der Vokalisten, aufgereiht auf einem Mikrofongalgen, zusammen mit zwei edlen Neumann Röhren-Großmembran-Kondensatormikrofonen, dem U87 (siehe hier...) und dem Stereomikrofon SM69 (siehe hier...) - auch heute noch gesuchte und sündhaft teure State-of-the-Art Vintage-Mikrofontechnik vom Allerfeinsten, gerade gut genug für die raffinierten Overdubbingaufnahmen der extrem komplexen und hochartifiziellen a-cappella Vokal-Arrangements des Perfektionisten Gene Puerling, Co-Produzent, Bariton, Leiter und Gründer der mit ihren wahrhaft 'grenzenlosen' vokalen Fähigkeiten einzigartigen, unerreichbaren und maßstabsetzenden 'four magic-voices' aus Chicago, von denen inzwischen leider bereits zwei (Gene Puerling und Len Dressler) verstorben sind.
Genug der Schwärmerei, ich selbst hatte auch einen HD-414 und mochte ihn sehr, auch noch nach dem Jahr 1972, in dem der 'Geniestreich' des Schweizer Tüftlers, Bastlers und ehemaligen DRS-Tonmeisters Jürg Jecklin erschien: der JJ Float Elektrostat. Das Konzept des JJ Float war im Grunde nichts anderes als eine Übertragung der Prinzipien des vom Gründer der britischen Audiofirma 'Acoustical Manufacturing Co' (Hersteller von QUAD ®) Peter Walker konstruierten QUAD ESL 57 ® - dem 1957 erschienenen 'kapriziösen' elektrostatischen Lautsprecher in der bekannten Sofalehnenform - auf eine Kopfhörerversion. Auch das verwendete Push-Pull-Antriebsprinzip war völlig identisch, lediglich wurde aus dem Zweiwegkonzept des ESL ein Vollbereichskonzept beim Float-KH.
Der JJ Float hatte (fast) alle klanglichen Vorteile des Quad-ESL geerbt, aber leider eben auch einige seiner vielen Nachteile - neben einer gleichermaßen liederlichen Verarbeitungsqualität waren es vor allem ein äußerst schwächelnder Tieftonbereich und eine geringe Maximallautstärke, die akustisch angemessene Abbildung von saftigen Registermischungen einer üppig disponierten Pfeifen-Orgel war mit ihm überhaupt nicht zu machen...
Jecklin war viele Jahre später bis zu seiner Pensionierung Gastprofessor und Leiter der Tonmeisterausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und ist auch heute noch mit über 70 Jahren mit Lehrveranstaltungen (Aufnahmeanalyse) dort aktiv...

Inzwischen ist nach langen Jahren und rechtzeitig zum aktuellen Kopfhörertrend ein neuer Float-KH auf dem Markt, der Jecklin-Float QA ® (Quad Atelier), dessen wenig attraktives und geradezu zwanghaft-funktionales Gestaltungkonzept - ohne einen für mich spürbaren Hauch angemessener ästhetischer Prinzipien des Produktdesigns - äußerst intensive Do-It-Yourself-Assoziationen evoziert. Angesichts des vom Hersteller geforderten enormen Preisniveaus besteht hier aus meiner Sicht eklatanter Handlungsbedarf, das geht einfach nicht zusammen.
Trotz mancher Ungereimtheiten des Vorgängers: sein ziemlich ausgefallenes Design war zwar nicht nach jedermanns Geschmack, aber es war unverwechselbar und passte durchaus zum Produkt...
Abgesehen von den überdimensionierten StepUp-Übertragern des "Speiseteils" und einem neuen Bügelkonzept wurde an der ursprünglichen Grundkonstruktion nichts verändert, der neue Float ist technisch gesehen ein geringfügig modifizierter alter Float und kann wie sein Vorgänger (oder auch der japanische TAKET H2+ ®) über den niederohmigen Leistungsausgang (hier waren einst mindestens 30-40Watt Ausgangsleistung notwendig !) eines beliebigen Feld, Wald und Wiesen-Stereoverstärkers mit der notwendigen Antriebskraft versorgt werden, der in dieser üppigen Preisregion normalerweise nicht ohne Grund verwendete aufwändig konstruierte und auf die besonderen Belange des Kopfhörerbetriebs speziell konzipierte Kopfhörerverstärker ist für die Ansteuerung der StepUp-Übertrager leistungsmäßig bei weitem zu schwach und soll angeblich ohne Qualitätseinbußen ohnehin nicht notwendig sein: die Endverstärker Quad ® 405 und Quad ® 303 waren mit ihrem typisch britischen Gehäusedesign zweifellos sehr respektable Leistungsverstärker mit 100 bzw. 45 Watt Ausgangsleistung, konstruiert für den vergleichsweise problemarmen Lautsprecherbetrieb. Ich kenne beide Geräte sehr gut - ihre Konstruktion reicht weit zurück in die sechziger und siebziger Jahre des vergangenden Jahrhunderts, lange vor der Einführung des digitalen Audiospeichers CD mit seinem gigantischen Dynamikzuwachs.
Die avancierte und innovative elektronische Konzeption des QUAD 405 ("Current-Dumping"-Schaltung und Gleichspannungskopplung aller Stufen) wurde seinerzeit viel beachtet und wird heute nur noch in den QUAD-QSP bzw. QMP Endstufen aus der Elite-Serie verwendet - ob aber ein originales, unmodifiziertes (!) Exemplar des altehrwürdigen 405 mit seiner leider ziemlich lausigen Bauteilequalität, seiner äußerst restbrummanfälligen Netzteilkonstruktion und seinem Steinzeit-OPV LM301A (nach heutigen Maßstäben bestenfalls ein Rauschgenerator mit Verstärkungseffekt...), oder ein unmodifizierter (!) Quad 303 mit seinen antiken Quasi-Komplementärendstufen die optimalen Antriebsquellen für einen neuerstandenen, aktuellen Jecklin-Float QA wären, stelle ich aufgrund meiner Erfahrungen mit beiden Verstärkertypen schon sehr in Frage. An der über 30 Jahre alten Verstärkerelektronik ist da einiges auf den neuesten Stand der Bauteiltechnik zu bringen, allein der Austausch des LM301A gegen einen aktuelleren OPV ist eine klangliche Sensation - für mich ganz sicher ein interessantes Projekt (enigma-line 4005) für demnächst...siehe auch hier...

Die archaischen, passiven Audio-StepUp-Transformatoren des Versorgungsteils wurden mittlerweile mit zwei zeitgemäßen aktiven Hochspannungsverstärkerkonzepten (siehe Stax ®...) ergänzt.

Auch die Kopfhörerverstärker von audiovalve ® wie z.B. der aktuelle audiovalve ® Luminare ® oder sein symmetrischer "Kollege" audiovalve ® RKVIII ® bzw. die neueste Variante Solaris ® (mit Hochvoltausgang) sind Hybrid-KHV mit spezieller Pentoden-Gegentakt Endstufe, deren Grundkonzept bis in das Jahr 1980 zurückreicht, der integrierte Operationsverstärker übernimmt hier elektronische Kontroll- und Regelfunktionen. Die Röhrenbestückung enthält vier bzw. acht hinlänglich bekannte Verbundröhren von 1969 aus der altehrwürdigen Röhren-Fernsehelektronik. Die eingesetzten Kombiröhren PCL805 / ECL85 / 6GV8 (Triode/Pentode) sind nur noch als NOS-Röhren erhältlich und wurden damals speziell für den Vertikalfrequenz-Oszillator (Triode) und seine Endstufe (Pentode) einer regulären Fernseh-Bildröhre entwickelt.
Bei den aktuelleren Varianten des Verstärkers existiert in den Verstärkerendstufen neben der OTL-Lösung für KH mit höheren Treiberimpedanzen eine Transformatorkopplung mit Übertragern des Herstellers Pikatron ® : StepDown für KH mit sehr niedrigen Impedanzen, der Luminare ® und Solaris ® zusätzlich mit einer integrierten StepUp-Lösung für den Antrieb elektrostatischer KH, was den Luminare theoretisch zu einer "eierlegenden Wollmilchsau" macht, die zusätzlich erhältlichen Optionen eines integrierten DAC und eine IR-Lautstärkeregelung verwandeln den ganz aktuellen symmetrisch konzipierten Solaris ® in die "eierlegende und Biogas absondernde Wollmilchsau"...

Die StepDown-Lösung nennt sich dort sinnigerweise "Impedancer", der invertiert geschaltete Röhren-Ausgangsübertrager ergibt eine StepUp-Lösung, die sich "Verto" (vermutlich von "invertierend" abgeleitet...) nennt, was ja auch weitaus besser 'klingt', trotzdem: jeder (!) Übertrager bzw. Audio-Transformator, auch die bekannten Spitzenfabrikate der Hochpreis-Hersteller Tango ®, Tamura ®, Hashimoto ® oder auch Lundahl ®, deren Einzelpreise spielend an einen kompletten Oberklasse-Kopfhörerverstärker heranreichen, ist auch bei allerhöchstem (!) Aufwand an Dimensionierung, Wickelkunst, Kern- und Wickelmaterial mit seinen physikalischen Grenzen immer eine Kompromisslösung- hier ist besonders der Übertrager mit schaltbaren Impedanzen (!) betroffen - und hat diverse akustische Schwachpunkte, wer die damalige Röhrenverstärkertechnik noch genauer kennt weiß, wovon hier die Rede ist...
Heutzutage laden aktuelle Hochvolt-MOSFETs und modernste Passivbauelemente 40 Jahre nach dem Erscheinen des ersten Float ja gerade zu einer diesbezüglichen Neuorientierung mit einer Aktivlösung ein - vorausgesetzt das dafür notwendige spezielle Entwicklungspotential ist vorhanden. Oder man bedient sich alternativ mit dem neuen und teuren Cavalli Liquid-Lightning ® Verstärker - das Konstruktionsbüro um Mr. Cavalli kennt den Anachronismus des Übertragers bei Hochspannungsverstärkern und weiß sehr wohl, wie ein modernes halbleitergestütztes Antriebssystem für hochwertige elektrostatische Kopfhörer umzusetzen ist...

Zu welch klanglichen Höhenflügen ein kraftvoller Röhrenverstärker ohne den üblichen Ausgangstransformator fähig sein kann, zeigten in der Vergangenheit die von Julius Futterman konzipierten OTL-Geräte von N.Y.A.L...

Das nicht gerade umwerfende akustische Resultat der Kopfhörer aus den 70iger Jahren lässt sich mit den aktuellen Entwicklungen in diesem Bereich nicht vergleichen, die musikalischen Qualitäten des Float haben uns trotz aller nicht wegzudiskutierenden Macken deswegen seinerzeit - zumindest teilweise - mächtig beeindruckt, seine Tragequalitäten waren hingegen in der Studioarbeit wenig überzeugend, man musste schon sehr vorsichtig sein, die beim Musikhören nicht seltenen unwillkürlichen psycho-motorischen Kopfbewegungen brachten das 'Helm-Monster' schnell aus der Balance...

Aber zurück zum 'Magnetostaten' HE-6 - ein ziemlich irreführender Begriff, das Antriebsprinzip hat mit der 'Magnetostatik' rein garnichts zu tun, deswegen bevorzuge ich die treffendere Bezeichnung 'isodynamisch', das soviel wie 'gleich-bewegt' bedeutet. Bei seiner Markteinführung in die kleine, heißumkämpfte Top-Klasse dynamischer Kopfhörer war selbstverständlich neben dem niederschmetternd-pseudoliterarischen HiEnd-Gefasel in diversen Testpublikationen eine nicht unerhebliche Portion des üblichen Marketing-Geblubbers im Spiel, für eine effiziente Ankurbelung des Absatzes in der feinen HiEnd-Marktnische ist eben einiges zu tun: ein angemessener Antrieb eines ziemlich leistungshungrigen Kopfhörers wie dem HE-6 ist angeblich mit den aktuellen Verstärkermodellen kaum möglich, es müssen neue Kaufanreize für exclusive, spezielle HE-6 KHV-Varianten mit hoher Ausgangsleistung her, die demnächst auf dem Markt erscheinen - mir schwant da einiges...
'Membran-Leiterbahnen aus Gold' hört sich ziemlich vielversprechend an - es liegt auf der Hand wohin die Marschrichtung der strategisch gewünschten Kundenassoziationen gehen soll: die gedankliche Verknüpfung des edlen Metalls zu einem gleichermaßen 'edlen' Klang liegt nahe, die großen Verkaufserfolge bei den superteuren und gnadenlos unsinnigen Gold-Feinsicherungen sprechen für sich, ein ähnlich gelagertes Ansinnen gibt es wie oben erwähnt auch beim Thema Kabel...
Reines Gold - meistens wird es mit Kupfer oder Silber legiert - hat in elektrischer Hinsicht keinerlei Vorteile: in punkto Leitfähigkeit sind ihm die weniger prestigeträchtigen Alternativen Kupfer und Silber weit voraus. Als Edelmetall lässt sich Gold sehr schwer oxidieren und hat außerdem die höchste Duktilität (Blattmetall...) von allen Metallen - wegen seiner hohen Dichte hat es aber auch eine für Membran-Leiterbahnen extrem ungünstig hohe spezifische Masse, die fast den DOPPELTEN (!) Wert von Blei erreicht. Selbstverständlich klingt ein HE-6 anders als ein HE-5, wem der wesentlich teurere HE-6 klanglich eher zusagt kann sich die HE-5-Treiber leicht upgraden: ein genau berechneter und sorgfältig befestigter Bleiklumpen auf der Membran sorgt für den notwendigen Gewichtsausgleich, die geringfügig schlechtere Leitfähigkeit von Aluminium im Vergleich zu Gold ist durchaus vernachlässigbar...
Auch von Silber, Kupfer und Aluminium gibt es Blattmetall mit bis zu 0,2µ Dicke, das sich sehr leicht 'hauchvergolden' lässt...

Gold hat viel mit Geld zu tun, irgendwie muß HiFiMan ja den heftigen Preisunterschied zu den 'billigen' Aluminiumspulen des kleineren Modells HE-5 rechtfertigen, besonders angesichts des aktuell schwindelerregend hohen Goldpreises...Voodoo lässt grüßen und Marketing-Tricks lauern überall...

Nach nächtelangen interessanten Hörsitzungen - zusammen mit vier hochqualifizierten Mitstreitern bzw. Mithörern, allesamt Musiker mit akademisch-systematischem Gehörbildungstraining - quer durch die Musikliteratur habe ich eine Menge dazugelernt und kann das Hörexperiment Röhre/Halbleiter auf folgenden Punkt bringen: nicht ein einziges mal bin ich ins Grübeln gekommen, welchem Verstärker ich den Vorzug gebe - für meine Hörgewohnheiten (!) hat im direkten AB-Vergleich mit ihren Röhrenkollegen die Audicula-Halbleitervariante lediglich optisch eine Chance, akustisch ist das Bessere der Feind des Guten, wobei es auf diesem hohen Niveau kein 'besser' gibt, sondern eher ein 'nuanciert anders' im Sinne von einem 'für meine Hörerfahrung (!) stimmiger' - alles andere ist profilneurotisches 'Gequatsche'.

Eines wäre vielleicht hier noch kommentarlos zu erwähnen: eine perfekt 'selbstgestrickte' Kopfhörerzuleitung - von mir im Vorfeld verbal und natürlich klassisch-lateinisch "aufgeblasen" und bedeutungsschwanger als FILUM TINNIMENTUM PRINCEPS FIDELIS ( = Klingeldraht mit hervorragender Ehrlichkeit...) bezeichnet - für meinen auf Steckverbindung umgerüsteten AKG K701 aus einfachstem 'Klingeldraht', 3x0,5mm 'solid core' zu 10 Eurocent pro Meter, jeweils einzeln PVC-isoliert, zur Konditionierung einer positiven Erwartungshaltung das wenig flexible dreipolige Drahtgeflecht fein säuberlich "versteckt" in optisch äußerst wirkungsvoll inszeniertem, feinsten Diolen ® Gewebeschlauch, an den Enden hochwertiges Steckermaterial von NEUTRIK ®, fand bei vielen objektiv hochqualifizierten (!) Teilnehmern diverser Hörsitzungen ganz besonders und immer wieder positive Zustimmung, die für die Klangbeschreibung verwendeten "HiFi-Adjektive" erspare ich mir und dem geneigten Leser...

Zwei Beispiele aus unterschiedlichen, mir sehr vertrauten Bereichen, bieten in diesem Zusammenhang eine interessante Vergleichsmöglichkeit:
1) In der analogen Mittelformat-Farbdiafotografie gibt bzw. gab es eine ganze Palette exzellenter Premium-Normalobjektive: Biometar (Zeiss-Ost), Planar (Zeiss-West), Takumar (Pentax), Sekor (Mamiya), Nikkor (Nikon), Zenzanon (Zenza-Bronica), Curtagon (Schneider), Xenotar (Schneider), aber auch das weithin unterschätzte ukrainische Volna (Kiev). Es sind allesamt hochgezüchtete 5- bis 7-linsige Doppel-Gauss Objektive, deren mechanische Qualität zwar sehr unterschiedlich ausfällt, die sich in ihren Abbildungsleistungen aber nur in winzigen Détails bei offener Blende auf dem technischen Datenblatt (!) voneinander unterscheiden.
Fotografiert man mit diesen 9 Objektiven eine Bildserie (!) vom gleichen Objekt mit dem jeweils gleichen analogen Umkehr-Farbfilm (sog. "Diafilm", wer kennt den heute noch...), identischer mittlerer Blendenöffnung (!) und identischer Belichtungszeit, lässt sich in den entstandenen Diapositiven aufgrund des auf die Spitze getriebenen optischen Niveaus der Objektive außer einer nuanciert-unterschiedlichen Farbwiedergabe - bedingt durch die jeweils firmenspezifische Farbdispersion der Objektivlinsen und ihrer Beschichtung - kein weiterer Unterschied feststellen. Wahrnehmbare Qualitätsdifferenzen gibt es bei den angegebenen Bedingungen keine, es kommen ausschließlich die persönlichen Vorlieben bzw. Abneigungen des Fotografen bei der Bewertung der verschiedenen Farbnuancen ins Spiel, die selbstverständlich auch für spezielle bildkünstlerische Intentionen genützt werden können. Auch hier gilt im übrigen: die unterschiedlichen Farbnuancen werden ausschließlich im direkten (!) Vergleich vom trainierten Auge registriert !

2) Ähnliche Nuancen bei der Bewertung sind auch im Bereich der Premium-Konzertflügelfabrikate zu registrieren: ob ein Steinway&Sons D-274, ein Bösendorfer Imperial, ein C.Bechstein D-282, ein Yamaha CFX oder ein Fazioli F278 bzw. F308, es handelt sich bei allen genannten Instrumenten um Spitzenprodukte des modernen Flügelbaus, über deren instrumentenbauliche Qualitäten, über Mechanik, eingesetzte Materialien und über ihr klangliches Potential man nicht diskutieren muss, da sind diese Instrumente in jeder Hinsicht auf gleicher Augenhöhe, sieht man einmal von den vollen acht Oktaven Umfang beim Imperial von Bösendorfer und von dem besonders schallstarken 3-Meter-Instrument von Fazioli ab. Klanglich gibt es deutlich nuancierte Unterschiede auf höchstem Klangniveau zwischen den Fabrikaten, selbstverständlich sind diese realiter auch nur von einem entsprechend trainierten Ohr detektierbar, nicht linear reproduzierende HiFi-Anlagen verfälschen deutlich die typischen Akustikprofile der Instrumente. Jedes Fabrikat trägt die jeweils eindeutige klangliche Handschrift des jeweiligen Herstellers und macht dem sensiblen Tastenkünstler die Wahl nicht gerade einfach...

'Weniger ist meistens mehr' oder auch 'the simpler, the better' - genau hier liegt nach meinen Erfahrungen die Wahrheit: ein vergleichsweise ziemlich einfach gestrickter Röhrenverstärker kommt dem (unrealistischen...) Idealfall eines 'verstärkenden' Drahtstückes schon ziemlich nahe, seine elektronische Konfiguration ist in ihrer übersichtlichen und konkurrenzlosen Simplizität kaum zu überbieten, das zu verstärkende Signal durchläuft im AUDICULA-II pro Kanal neben einigen passiven Bauteilen ganze zwei aktive Triodensysteme, bevor es in den Kopfhörertreibern ankommt - in der Halbleitervariante AUDICULA-HL sind es über zehnmal (!) mehr aktive Bauteile, die das Signal passieren muss, bis es am Ziel ankommt, das kann einfach nicht so gut funktionieren. Hinzu kommt die bekannte Tatsache, daß es sich mit der Versorgungsspannung einer Audioschaltung ähnlich verhält wie mit dem Hubraum eines Hubkolbenmotors oder mit der Negativfläche in der Analogfotografie: je mehr davon vorhanden ist, desto mehr steigert sich das Leistungspotential - hier hat die Röhrenschaltung prinzipbedingt die Nase vorn...

Mein ganz persönlicher Beitrag zu den Themen INTEGRIERTE OPVs versus DISKRETE OPVs und OPV-Rolling: die nicht unerhebliche Investition für die beiden diskreten Burson-Operationsverstärker ist für neue hochkarätige Audio-Software in Form von neuen CDs (deren inhaltliche und klangtechnische Qualität ohnehin den eigentlichen Wert einer Audio-Anlage ausmachen...) weitaus sinnvoller angelegt, eine in diesem Zusammenhang häufig behauptete signifikante Klangverbesserung durch diskret aufgebaute OP-Verstärker kann ich in keinem Fall bestätigen. In der heißumkämpften Verstärkernische für Kopfhörer sind die Marketingabteilungen ständig auf der Suche nach Aktivitäten, die dem HiFi-Fan den angeblichen klanglichen "Durchbruch" versprechen, den aktuell insbesondere eine aufwändige symmetrische Verstärkerkonzeption oder der diskret aus Einzelbauelementen aufgebaute Operationsverstärker realisieren sollen.
Insbesondere bei klangtechnisch exzellenten Aufnahmen subtiler Kammermusik punkten die beiden integrierten Standard-Operationsverstärker NE5534AN mit höchst sensibler Feinzeichnung, wobei der weithin unterschätzte, mittlerweile 'klassisch' gewordene und für ein paar Cent (!) erhältliche Audio-Operationsverstärker NE5534AN sich in dieser Schaltungsumgebung außerordentlich wohl fühlt und seinem auf dem Papier objektiv besseren 'Tuning' - Konkurrenten LME49710HA klanglich eindeutig den Rang abläuft ... auch die Top-KHV von Violectric ® arbeiten mit diesem hochkarätigen Audio-Klassiker. Gute Audio-Performance ist eben weitaus mehr als auf einem schlichten Datenblatt mit Spitzen-Messwerten untergebracht werden kann.
Last but not least: eine ganze Reihe von NE5534AN sind im analogen Elektronikteil des inzwischen legendären Studio CD-Players D731 von STUDER ® (gehört heute wie AKG ® zum US-Konzern Harman International ®) verbaut, der es ähnlich wie der ebenfalls in der Schweiz gebaute NAGRA ® CDC zu einer audiophilen Berühmtheit gebracht hat und sogar die völlig überteuerten und überschätzten dänischen Gryphon ® Player überholt - Tonmeister schwärmen heute noch von den klanglichen Qualitäten des kompromisslos konstruierten D731, der leider seit einigen Jahren nicht mehr produziert wird: es hat sich nicht nur bei Profis und Audio-Insidern herumgesprochen, daß man in den diversen eidgenössischen Audio-Edelschmieden wie Precide SA ® (Ergo ® A.M.T. Kopfhörer), Thorens ® , Nagra-Kudelski ® oder Studer-Revox ® tüftlerisches Fingespitzengefühl hat und eine gehörige Portion von Elektroakustik und Elektronik versteht ...

Es gibt anscheinend auch im Audio-Halbleiterlager aktive Bauteile, die ähnlich wie eine altehrwürdige EL84 (ebenfalls ein PHILIPS-Design...) auf Anhieb ein Volltreffer sind und sich über die Jahre sämtlichen Versuchen zu einer nachträglichen Optimierung widersetzen.

Mein Fazit: wie immer bei Audio-Themen ist größte Vorsicht mit Marketing-Sprechblasen, 'realsatirischen' HiEnd-Meinungen und Höreindrücken anderer Leute angebracht, intensiv empfundener Konsumdruck stört nachhaltig die Fähigkeit zur differenzierten Hörwahrnehmung, die Korrelation 'hohe Preisklasse' / 'hohe Qualität' von HiFi- bzw. HiEnd-Komponenten befindet sich häufig in auffälliger Schieflage...
'Vorsichtig sein' betrifft selbstverständlich auch die eigene Hörwahrnehmung, bei der es, je nach Tagesform, immer wieder vermeintliche klangliche Unterschiede bzw. Hörillusionen gibt, die sich nicht nur auf Nuancen beschränken können...

Davon zu unterscheiden ist der arrogant auftretende, angeblich (!) "IKL-freie" (das ließe sich spielend leicht in einem Hörtest überprüfen...) Möchtegern-Ultra-Hörer mit seinem ins Gigantomanische reichenden Audio-Selbstbild, der sich nur allzu gern als maßstabsetzende Autorität begreift und sich zur Demonstration derselben verzweifelt an eine selbstgestrickte unangreifbar-elitäre päpstliche Unfehlbarkeitsaura klammert, die ihn vor schlagkräftigen Argumenten und anders gelagerten Meinungen zum Thema schützen soll, ganz im Stil von 'Big Mouth' Cassius Clay alias Muhammad Ali:

- "I am the greatest" -

Er kann keinen wie auch immer gearteten wasserdichten Beleg für seine 'grenzenlosen' Hörfähigkeiten vorlegen, eine fortwährende Behauptung langjähriger IKL-freier (!) Hörpraxis reicht schlichtweg nicht aus. Zudem ist er selbstverständlich Mitglied im hoch-exklusiven Club der behaupteten AKL - Hörer (das sind diejenigen, die sich angeblich im Besitz der allein seligmachenden "Außer-Kopf-Lokalisation" wähnen, die conditio sine qua non schlechthin für eine Befähigung zur hochqualifizierten KH-Bewertung... )...

Völlig überzeugt von seiner Deutungshoheit verkauft er subjektive Einsichten als objektive Wahrheiten, so nach dem Motto, "mein Hörapparat gibt das her", genau das tut dieser eben nicht, schwer zu begreifen ist das eigentlich auch nicht.
Er besitzt beneidenswerte und jederzeit verfügbare transzendente Hörleistungen bis hin zum Abwinken und 'Ein'- bzw. 'Ausrasten', deren spektakuläres Ausmaß einen Vergleich mit der Fähigkeit eines Petrus, auf dem Wasser zu spazieren (siehe Matthäus 14, 25-33.. ), keineswegs zu scheuen braucht. Er kann nicht nur die schadstoffgeplagten 'Flöhe husten' hören, sondern darüber hinaus auch die subtilen akustischen Begleiterscheinungen des allseits bekannten 'Graswachsens' wahrnehmen, einschließlich einer präzisen Differenzierung des unterschiedlichen 'klanglichen Feinsinns' der Wuchsvorgänge gängiger Grassorten wie etwa Wiesenschwingel, Wiesenlieschgras und Bastardweidelgras. Angeblich "antrainierte" AKL macht alles möglich, auch exakte Prozentzahlen für die klanglichen Unterschiede sowie akustische 'Hochrechnungen' zu einem in der Zukunft liegenden Klanggeschehen von HiFi-Komponenten werden ganz locker aus dem Ärmel geschüttelt...
Der für sprachsensible Zeitgenossen niederschmetternd-unerträgliche und höchst widersprüchliche Voodoo-Jargon voller aufgeblasener Worthülsen, mit dem er seine als 'Klanganalyse' (!) bezeichneten, behaupteten Hörwahrnehmungen metaphorisch verklärt vorträgt, verschleiert lediglich die völlig trivialen Zusammenhänge, nach einem wirklichen Inhalt sucht man vergebens: mein Vorschlag wäre die Schaffung eines entsprechend dotierten Negativpreises (vielleicht DSDSSP 'Deutschland Sucht den SuperSprachPanscher'...) für besondere Leistungen in der 'Verschwurbelungskunst' von HiEnd-Prosa, in der Jury sitzen selbstverständlich hochkarätige Germanisten, dann wäre vielleicht endlich mal mehr Ruhe in diesem Karton...

Derartige Hifi-Gurus mitsamt ihren Jüngern gibt es zuhauf und je lauter sie sich insbesondere bei kritischen Einwänden artikulieren, umso deutlicher wird ihre unauflösliche und dichte Verstrickung in ihrer kompletten Realitätsferne...

Ein genialisch ausgebildeter Hörsinn ermöglicht dem 'akustischen Erbsenzähler' mit schwindelerregender Präzision das Hören der angeblich (!) unterschiedlich ausgeprägten klanglichen Finessen von symmetrischem und unsymmetrischem Kopfhörerantrieb, wobei die aufwändigere und kostenintensivere symmetrische Konzeption selbstredend die klangliche Nase stets vorn hat.
Aber: der seit einiger Zeit allerorten als das akustische 'Non Plus Ultra', 'State of the Art' (mittlerweile gibt es einen aktuellen Medienhype rund um den neuen, symmetrisch agierenden kanadischen Bryston ® BHA-1...) hochgelobte, optisch höchst attraktiv inszenierte (bei der klanglichen Bewertung von Audiogeräten oft ein ganz entscheidender Faktor...) LIQUID FIRE ® Hybrid-KHV von Alex Cavalli (ein Namensvetter des berühmten venezianischen Opernkomponisten Francesco Cavalli) hat 'nur' ein reguläres unsymmetrisches Konzept anzubieten, mit ganz gewöhnlichen 3-poligen 1/4 Zoll Stereoklinkenbuchsen, die nun ihrerseits völlig unqualifiziert und damit auch grundlos schlechtgeredet werden...
Im übrigen haben nach meiner Auffassung in einem Kopfhörer-Verstärker mit einer derartig schwindelerregenden Preisforderung billigste 90-Cent China-Keramik-Röhrenfassungen, die zudem auch noch optisch deutlich sichtbar inszeniert werden und deren Kelchfederkontakte wohl kaum 10 Röhrenwechsel ohne Probleme überstehen würden, schlichtweg nichts verloren. Das gilt gleichermaßen für die JJ ® (Jan Jorgo) Allerweltsröhren 6922 bzw. E88CC, für die mit dem irreführenden Begriff "JJ-Tesla-Tubes" geworben wird - JJ-Tesla-Röhren gibt es nicht, es handelt sich um eine Erfindung der Marketing-Strategen, die Ära der mit Recht damals hochgelobten Tesla ® -Röhren aus der ehemaligen Tschechoslowakei ist seit einigen Jahrzehnten mehr als mausetot. Auch wenn JJ-Röhren aktuell auf den ausrangierten alten Tesla-Maschinen hergestellt werden ist die Qualität der heutzutage gefertigten Röhren mit der Qualität von Tesla NOS-Röhren wegen der besonderen Situation in den Goldenen Jahren der Röhren-Ära nicht vergleichbar: das vorhandene aktuelle Röhren-Know-How und die Qualifikation des heutigen Wartungs- und Fertigungspersonals ist vergleichsweise drastisch reduziert, die hochwirksamen, aber teilweise hochgiftigen und schwach radioaktiven Rohstoffe für die einstige Röhrenproduktion sind heute verboten, die Ersatzteil- und Wartungssituation des komplizierten und verbrauchten alten Maschinenparks ist mehr als ungünstig...
In dieser kaum zu glaubenden, fulminanten Preisregion muss einfach alles stimmen, deswegen sollte nach meiner Auffassung eine wertige Detailverliebtheit selbstverständlich sein: feine Röhren-Teflonfassungen (es gibt sie auch für Printschaltungen...) und hochwertige NOS-Röhren à la Telefunken CCa gehören im 3000€-KHV-Premiumsegment zu einer angemessenen Bauteilausstattung - ein Plastiklenkrad in einer extravaganten Hochpreis-Luxuslimousine wäre eben auch mehr als daneben...
Mittlerweile wurde der unsymmetrisch konzipierte Hybrid-Verstärker Liquid Fire® durch den symmetrischen Halbleiter-Verstärker Liquid Gold® (zum Thema 'Gold' siehe oben...) zum doppelten Preis (!) ersetzt...ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

Aber zurück zum Thema: Der Klangunterschied von 50cm und 100cm Cinch-Audiokabel der gleichen Sorte, von eingespielten und nicht eingespielten bzw. neuen Verbindungskabeln, von 'handgezogenem', maschinell hergestellten und 'quantentechnisch' (was für ein konkurrenzloser Nonsens...) behandeltem Silberdraht, von 'jugendlich-neuen' und 'gereiften', eingespielten Verstärkern, von eutektischem Lot (Sn63Pb37), nicht-eutektischem Lot (Sn60Pb40) und Silberlot (Sn60Pb36Ag4), dem unvergleichlich feinsinnig-fetzig-furzigen Sound des tiefen Blechregisters beim Betrieb der Geräte-Elektronik mit Biogas-Stromversorgung aus der nachbarlichen Rinderstall-Methangasanlage, von Valenz- und Leitungsbandelektronensound im Netzkabelmetall, von Geräten mit Batterie / Akku / Netzbetrieb, Schaltnetzteil (siehe auch MalValve ® headamp three für 4000€...) und Trafonetzteil, NiCd- und Li-Ionen-Akkus, von Flash-Speicherkarten verschiedener Hersteller (bitidentische Dateien vor ihrer Analogkonvertierung - grübel grübel...), ja sogar die klanglichen Unterschiede bei erhöhter Sonnenaktivität und verschiedenen Mondphasen sowie der Einfluss der Luftverschmutzung auf die Übertragungsqualität des altehrwürdigen UKW-Stereorundfunks werden eindeutig "detektiert" (so heißt das mittlerweile im passenden Fachjargon...) - jeder, der in der Lage ist, physikalische Gesetzmäßigkeiten nicht mit x-beliebigem esoterischen Mummenschanz zu verwechseln, kann eigentlich über derartig hanebüchenen Ultra-Unsinn nur den Kopf schütteln .

In diesen Zusammenhang gehört auch das berüchtigte 'Ausphasen' der Netzzuleitung und die damit angeblich verbundenen akustischen Wirkungsmechanismen - welch eine Wohltat, wenn man eidgenössischer Bürger ist und seinen Wohnsitz im Land der wirklich ehrwürdigen HiFi-Träume STUDER-REVOX®, NAGRA-KUDELSKI® und diverser anderer hochkarätiger Mitstreiter hat: der Schweizer Schuko-Stecker verhindert ein Drehen des Steckers und damit ein Vertauschen der L- und N-Zuleitung...lediglich der geübte Bastler kommt hier zum Zug...
Für die Hardcore-HiFifreaks ist dies aber alles kein Problem, deren Einfallsreichtum ist wie oben zu lesen schier grenzenlos, vom "Raum-Harmonizer" und der "quantentechnischen Optimierung" bis zur kürzlich im Netz gefundenen Idee mit dem 'klangverbessernden' und natürlich traumhaft-teuren Trafo-Montagedeckel aus 'musikalischer' (!) Glockenbronze - das ist einfach nicht nur genial sondern mindestens ebenso 'geil'..., oder auch die gelesene Behauptung, man höre etwa den Unterschied von Holz- und Elfenbeintasten eines Klavierinstruments - selten über derartigen Ultra-Blödsinn gelacht, der sehr viel über den Kenntnisstand der Autoren verrät...wie wär's etwa mit einer unüberbietbaren 'musikalischen' Verdrahtung des Verstärkers mit echten, von einem Stargeiger der Szene wie David Garrett (eigentlich David Christian Bongartz...) selbst über Jahre eingespielten Violinsaiten ? Garrett / Bongartz steht nicht im Verdacht, die in der Alten Musik üblichen "Nichtleiter" wie Darmsaiten auf sein Instrument aufzuziehen...
Das wäre doch mal eine wirklich erfolgversprechende neue Idee, die musikalische "Genialität" des Virtuosen materialisiert in der Verbindung der Verstärkerelektronik ... aber stop: da gibt es doch noch das Voodoo-Problem mit dem ferromagnetischen Leitmaterial, wegen des kräftigen Tons spielt er auf Saiten mit Feinseilstahlkern, seine E-Saite ist standardmäßig aus reinem Chromstahl...

Wahrhaft echte musikalische Hörprofis wie ein J.S.Bach oder ein W.A.Mozart würden angesichts solch "brillanter" Hörleistungen aus dem Staunen nicht mehr herauskommen und hätten ihren Ohren wohl nicht mehr getraut...

Wenn es aber schlichtweg darum geht, z.B. den Klang einer Sopranstimme von einer Altstimme, einer Altstimme von einer Counter-Altstimme, einer Violine von einer Viola (selbstverständlich nicht in ihren typischen Randlagen sondern im jeweils gleichen Oktavbezirk...), einer historischen und einer aktuellen Geige, einem italienischen und einem flämischen Cembalo, die beiden 8'- Orgelregister Fugara und Viola da Gamba oder eine Kirnberger Stimmung von einer Werckmeister und einer mitteltönigen Stimmung eindeutig voneinander zu unterscheiden, - samt und sonders spezielle

musikalische (!)

Höraufgaben - die selbsternannten Hardcore-HighEnder wären mit ihrem Hör-Latein völlig am Ende, da sie nur in den allerseltensten Fällen (!) weder mit den natürlichen Klangfarben von Instrumental- und Vokalstimmen noch mit anspruchsvollen musikologischen Hörphänomenen hinreichend vertraut sind...

Immerhin gelang es vor einigen Jahren nicht einmal den selbstsicher für sich das Adjektiv 'erfahren' in Anspruch nehmenden, mit Sophisticated-Hearing und seinen verästelten Micro-Nuancen angeblich bestens vertrauten 'HiFi-Göttern' bzw. Fachjournalisten einer 'renommierten' HiFi-Hochglanzfachpublikation bei einem Vergleichs-Blindtest die klanglichen Eindrücke von Compact Disc und Compact Cassette ( mit Dolby NR ! ) der jeweiligen Quelle eindeutig zuzuordnen. Dabei sollte man sich klarmachen, daß die analoge Compact Cassette im Vergleich zur digitalen Compact Disc ziemlich miserable technische Voraussetzungen mitbringt: u.a. relativ geringer Frequenzumfang durch geringe Bandwellenlänge (geringe Bandgschwindigkeit) und niedriger Störspannungsabstand durch die extrem geringe Spurbreite des Cassettenbands von 0,6mm (!). Mit der enormen Qualität hochwertiger Cassettenbänder und den elektronisch und mechanisch hochgerüsteten Repräsentanten der Endphase analoger Magnetbandtechnik, den extrem aufwändig konstruierten 3Kopf HiTech-Cassettenmaschinen mit mikroprozessorgesteuerter Bandsorten-Vormagnetisierung/Empfindlichkeit/Entzerrung, konnten die Nachteile der Magnetbandtechnik zumindest teilweise kompensiert werden.

Es gibt eben keine sinnreiche Alternative zu ihm - von Voodoo-Fans, den oben erwähnten selbsternannten Wunder-Hörern, den Hi-Fi-Gurus mitsamt der an ihren Lippen hängenden Gefolgschaft, aber auch von Marketing-Strategen wird er mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt, außerordentlich gefürchtet und gemieden wie vom Teufel das Weihwasser: der berühmte Blindtest - immerhin möchte man ja gerne wissen, was von einem individuell und damit subjektiv wahrgenommenen Höreindruck, einer simplen 'Hörmeinung' eben und dem wortreichen Geschwurbel über dieselbe denn nun intersubjektiv nachvollziehbar einigermaßen der Hörwahrheit entspricht. In der seriösen Weinverkostung durch eine Fachjury schon längst etablierter Standard, in der Bewertung von akustischen Eindrücken stößt er wegen seiner sowohl erhellenden aber eben auch unbarmherzig ENTLARVENDEN Wirkung auf Ablehnung - ein interessantes Beispiel in diesem Zusammenhang, wie sich die Elektronik (CD-Player+Verstärker+Verkabelung) einer ca. 600-Euro-Anlage zu einer ca. 10.000-Euro-Anlage im Blindtest (38 Testpersonen mit trainierten Ohren...) mit der simplen Fragestellung "Welche akustische Reproduktion gefällt dir besser?" verhält, findet man hier... - die Testergebnisse haben mich keineswegs überrascht...

Dabei ist das argumentative Gewicht des reproduzierbaren Blindtests (randomisiert, doppelblind und placebokontrolliert) - sorgfältig geplant und selbstverständlich 'gewürzt' mit zufällig eingestreuten Placebo-Durchgängen - nicht von der Hand zu weisen: Eine Blindteststudie mit optimiertem Testdesign und somit hoher Testqualität (RCT) steht in der Hierarchie der sechs Evidenzklassen (Ia bis IV) - und damit in der Aussagequalität der Testresultate - ganz oben (Evidenzklasse Ia), die Meinung einer angesehenen Autorität hingegen STEHT GANZ UNTEN (Evidenzklasse IV), die Sicherheit seiner Empfehlung ist demnach ganz deutlich am schwächsten...

Die Aussagekraft solcher Testverfahren bleibt zweifelsfrei die einzige Option einer zuverlässigen und glaubwürdigen Evaluierung der Möglichkeiten und der Grenzen einer auditiven Differenzierbarkeit - ein trotz vieler berechtigter Einwände (u.a. wird in den ersten beiden links die 'Spielbarkeit' des Instruments mitbewertet...) durchaus bemerkenswertes Beispiel gibt es hier... bzw. hier... (Informationen zum Testverfahren, engl.), oder auch hier...

Vielleicht kennt man in dem Zusammmenhang ja auch die short-story 'Geschmack' des britischen Autors und Großmeisters des makabren Humors Roald Dahl (1916-1990): Ein 'angeblicher' Weinkenner behauptet Weinlage und Jahrgang eines Weines in einer Blindverkostung angeben zu können und bietet für den Fall seines Irrtums in einer Wette seine zwei Häuser dafür an. Falls seine Angaben hingegen zutreffen würden hat ihm sein Gegenspieler seine Tochter zur Frau zu überlassen. Der angeblich unfehlbare Degusteur gewinnt zunächst die abgeschlossene Wette, wird aber alsbald durch seine versehentlich liegengelassene Lesebrille im Nebenzimmer, in das er sich heimlich Zugang verschafft hat und in dem die Vorbereitungen für die Wette stattfanden, vom Butler des Gastgebers als Betrüger entlarvt...

Und noch etwas: Wie sehr die pure Hörgewohnheit Einfluss auf die qualitative Bewertung von akustischen Medien nimmt beweist eine Testserie, die Jonathan Berger - Professor für Musik an der renommierten Stanford University - mit seinen Studenten durchgeführt hat, die aufgrund ihrer jungen Jahre noch (!) über vergleichsweise leistungsfähige akustische Rezeptoren verfügen: Vinyl, CD und MP3 Aufnahmen standen dabei zur Auswahl, bevorzugt wurde einhellig MP3...siehe auch hier (Text englisch).

Am ETI-Detmold hatten wir seinerzeit nicht nur enorm viel Spaß mit derartigen Tests, vieles davon ist auch in so manche Diplomarbeit eingeflossen - eine gewisse "Maliziösität" - selbstverständlich gepaart mit dem unvermeidlichen Rat einer Überprüfung der Hörleistung beim Otologen - war dann am größten, wenn die allseits bekannten 'Hörspezialisten' wiedermal gewaltig mit ihren 'stupenden Hörleistungen' gnadenlos danebenlagen und mit den ganz normalen und nachgewiesenen Wahrnehmungsgrenzen unseres Hörsystems konfrontiert wurden: Perzeptionsschwellen und Wahrnehmungstäuschungen sind nunmal völlig natürlich, da macht die auditive Wahrnehmung keine Ausnahme und jeder, der sich über die Tatsachen hinwegsetzt, muss den Vorwurf der 'Spinnerei' aushalten...
Nach meinen Erfahrungen hat sich daren nichts geändert: diejenigen, die behaupten, Silberkabel A eindeutig von Silberkabel B 'klanglich' (aha...) unterscheiden zu können, geraten schon bei einer eindeutigen Zuordnung von Es- und B-Klarinetten ins Schlingern...

Bei allem durchexerzierten Gehörtraining kam der gehörbildnerische Lernzuwachs keineswegs zu kurz, derartige Hörerfahrungen prägen sich schon sehr tief ein...

Dem berüchtigten 'Pinocchio des Tages' begegnet man in dieser Branche sehr häufig, die Länge seiner Nase korrelliert mit der Größe des 'Goldenen Windbeutels' und hat in manchen Fällen bereits besorgniserregende Ausmaße erreicht, durchaus vergleichbare Beispiele aus einer ähnlichen Richtung sind hier zu finden...

Ein gesundes Maß an Mißtrauen ist in jedem Fall angebracht und sehr empfehlenswert, das ständige Schmökern von Testberichten bzw. lächerlichen Rangordnungen (ein anschauliches Beispiel aus dieser Richtung ist hier zu finden...) ist nach meinen Erfahrungen völlig kontraproduktiv, da es sehr leicht eine Voreingenommenheit generiert - man muss sich schon selbst auf die Socken machen: wenn man mit dem klanglichen Resultat einer Komponente zufrieden ist - auch wenn sich dahinter vielleicht eine Hörillusion oder auch Autosuggestion verbirgt - ist das durchaus in Ordnung.
Oder mit anderen Worten: jeder soll doch einfach das hören was er möchte, "mach' dir deine (Hör-) Welt, wie es dir gefällt", Pipi Langstrumpfs Philosophie ist hier zweifellos ein exzellenter Tipp - falls man seine Hörwahrnehmungen und die damit verbundene Empfehlung für bestimmte Audiogeräte als subjektive Empfindungen / Entscheidungen und nicht als eine unumstößliche objektive Faktenlage deklariert, ist dies als eine individuelle Meinungsäußerung durchaus zu respektieren. Daß dieser persönliche "Hörgeschmack" bei der Auswahl des eigenen Audio-Geräteparks mit den strengen Anforderungsspezifikationen von hochprofessionellen, seriösen (!) Aufnahmestudios sehr oft bzw. fast immer diametral im Widerspruch steht, ist dabei völlig normal...

Zu guter Letzt: Musikhören - möglichst live - ist für mich weitaus spannender und allemal sinnreicher als permanentes Testen und Upgraden von Audiogeräten, mitsamt dem immergleichen Durchnudeln von akustisch zwar durchaus spektakulären, aber musikalisch äußerst dürftigen Test-CDs - allen voran Tschaikowskys unsäglich lärmende Ouvertüre 1812 ("ich habe sie mit wenig Wärme und Liebe geschrieben..."), selbstverständlich mit donnernden Kanonenschüssen für die übliche 'Tieftonperformance'...

Es ist eigentlich ganz einfach: über das Ausmaß und die Qualität des musikalischen Erlebnisses einer "Tonkonserve" entscheidet in erster Linie eben nicht das technische Potential einer elektroakustischen Abhöranlage, auch dann nicht, wenn diese in einem häufig behaupteten 'akustischen Lot' (was soll das wohl sein ???) reproduziert - dieses 'akustische Lot' als eine objektiv vorhandene "Messlatte" existiert schlichtweg nicht.
Über dieses Ausmaß der Erlebnisqualität entscheiden die beteiligten Musiker, kein Kopfhörer dieser Welt kann akustisch (!) 'zu Tränen rühren', es sei denn, der stolze Besitzer betrachtet nach dem Erwerb desselben seinen Kontoauszug oder wird von dessen Design überwältigt...
Die erwünschte akustische Erlebnisqualität bestimmt primär die musikalisch-kompositorische Qualität der gespeicherten Musik, sekundär die Intensität und Qualität ihrer musikalischen Interpretation und tertiär die vorliegende Aufnahmequalität, d.h. die Menschen hinter den Mikrofonen. Entscheidend noch daran beteiligt sind dabei die Hörfähigkeiten und das vorhandene bzw. nichtvorhandene Rezeptionspotential des Hörenden bzw. Rezipienten - wie bei einer "Lichtkonserve" bzw. Fotografie, wo das vorhandene technische Potential der verwendeten fotografischen Gerätschaften nur über das inspirierte Können eines talentierten Fotografen ein intensives visuelles Erlebnis beim Betrachter evoziert, vorausgesetzt dieser verfügt über das passende Rezeptionsvermögen, m.a.W.: eine State-of-the-Art Hasselblad ® Mittelformatkamera mit einer herausragenden Zeiss ® Optik und einem perfekten Ilford HP5 ® Filmmaterial (um in der eigentlichen, nämlich analogen Fotografie zu bleiben...) ist auch bei optimalsten Bedingungen niemals ein Garant für ein gutes, bildkünstlerisch wirkungsvoll auswertbares Negativ, dafür ist in erster Linie der Fotograf hinter der Kamera zuständig - wenn dieser sein Métier optimal beherrscht, dann kann er das selbstverständlich auch mit einer billigen russischen LOMO ® und einem chinesischen Lucky-Film...oder ganz "modern" mit dem Handy...

Die begrenzte Lebenszeit ist für das fortwährende Tappen in die überall lauernden Kaufanreizfallen viel zu kurz und viel zu kostbar, die Musikszene und die Musikliteratur haben eine unendliche und leider niemals ausschöpfbare Fülle hörenswerter Musik für die immer weniger werdenden 'Mußestunden' des Lebens anzubieten - womit ich wieder am Anfang des enigma-line Kapitels wäre:

"Listen to the music, don't listen to your audio-gear..."

oder auch

"Don't be the audio-guy, be the music-guy..."


Solid-State KHVerstärker, Frontansicht
Frontansicht AUDICULA-HL - ansprechende Proportionen, elegante Form, aparter Materialmix Aluminium eloxiert / Rotbuche natur, ganz leicht mit Leinöl behandelt...

KHV SolidState Variante 2, Frontansicht
AUDICULA-HL, Variante mit zwei Neutrik KH-Buchsen für den A/B-Vergleich von Kopfhöreren, Einzeltaster mit integrierter LED und interner Toggle-Relais Elektronik.

AudiculaHL, Variante 1+2
AUDICULA-HL, Variante 1+2...

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